Informationsaustausch zur Integration von Flüchtlingen an unserer Schule 2016

Am Donnerstag, 12. Mai 2016 haben die Schülersprecher Ria Wolff 8b und Leo Merklein 8a alle Klassensprecher und deren Stellvertreter zu einem Informationsaustausch mit den Flüchtlingskindern aus der Ukraine eingeladen. Frau Rochow, Beraterin des Schülerrates, unterstützte uns tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung. Nach einem kurzen Überblick über den Stand der Flüchtlinge in M-V informierte Frau Rochow alle Beteiligten über die derzeitige Situation von Flüchtlingen an unserer Schule. Denn nicht in allen Klassen sitzen Flüchtlingskinder. Die Flüchtlingskinder lernen von der 1. bis zur 4. Stunde gemeinsam die deutsche Sprache. Anschließend nehmen sie am Unterricht der zugeordneten Klassen teil. Gegenwärtig lernen 4 Schüler und 2 Schülerinnen aus der Ukraine, 3 Schüler aus Syrien und eine Schülerin aus Somalia an unserer Schule. In der Klasse 5a sind Raed Bakrawe und Ahmed Mohamed aus Syrien, in der Klasse 5b sind Philipp Shykolay und Kiril Troshkow aus der Ukraine, in der Klasse 7a ist Danil Kataev aus der Ukraine, in der Klasse 7b ist Tanja Semenko aus der Ukraine, in der Klasse 8b sind Ibrahim Ghazi aus Syrien und Fartuun Mahad Xirsi aus Somalia und in der 10. Klasse sind Maria und Illya Shykolay aus der Ukraine. Maria und Illya nehmen nur noch  zwei Stunden am Deutschkurs teil und lernen dann schon den Rest der Unterrichtsstunden im Klassenverband.

 

Anschließend fand ein interessanter von Respekt geprägter Informationsaustausch zwischen den deutschen Schülern/innen und den ukrainischen Flüchtlingskindern statt. Die Ukrainischen Schüler haben ein gutes bis sehr gutes Feedback bekommen. Die Mitschüler der jeweiligen Klassen mögen die Ukrainer und sie können sich schon recht gut mit ihnen verständigen. Alle Ukrainer fühlen sich wohl an unserer Schule und sind mit der gegenwärtigen Situation zufrieden.  Hier an dieser Stelle auch ein Dank an Nikolaj Popugaev aus der 8b, der uns als Dolmetscher hilfreich unterstützte.

 

Es wurde aber auch sichtbar, dass der Unterricht im Klassenverband noch nicht  optimal läuft. Vieles hängt vom Beherrschungsgrad der deutschen Sprache ab. Einige Schüler versuchen einfach nur „zuzuhören“ bzw. sind „nur“ anwesend, andere machen schon so Einiges mit oder üben in ihrem Deutschhefter weiter. Hier gibt es noch keine einheitliche Regelung. Vereinzelt sind die Flüchtlingskinder in der 5. und 6. Stunde auch von den Anstrengungen der ersten vier Deutschstunden sehr müde.

 

Auffällig im Umgang miteinander sind Ahmed Mohamed aus der 5a und besonders Ibrahim Ghazi aus der 8b. Da waren sich alle deutschen Schüler einig.

 

Alle Ukrainer wünschen sich eine regelmäßige Beteiligung an allen gemeinsamen Aktionen der Klassen und der Schule. So fanden z. B. Illya und Maria die Projektfahrt nach Sachsenhausen richtig gut.

 

Solch ein Informationsaustausch wurde von allen Schülern/innen als sinnvoll und notwendig empfunden und sollte zukünftig auch ein fester Bestandteil im Schuljahresplan sein.

 

 

 

Die Schülersprecher Ria Wolff und Leo Merklein                                                     Betreuerin Frau Rochow